Woher wir kommen

„Gründungsvater“ der Sozietät ist Rechtsanwalt Hans Brunner, der seit 1928 am Schleswig- Holsteinischen Oberlandesgericht (zunächst in Kiel und nach dem 2. Weltkrieg in Schleswig) zugelassen war. 1949 verband er sich mit Rechtsanwalt Gerhard Kasper zu einer Sozietät, der ab 1957 Rechtsanwalt Peter Gürich bis zu seinem Wechsel (1971) als Revisionsanwalt beim Bundesgerichtshof angehörte.

Nach dem altersbedingten Ausscheiden der Seniorsozien Kasper (1975) und Brunner (1978) setzten die Rechtsanwälte Dr. Gerd Elsner (ab 1969), Rainer Zarnekow (ab 1972), Rolf Soblik (ab 1976), Dr. Lutz Wolter (ab 1980), Jörg Rüping (ab 1986) und Dr. Udo Hansen (ab 1995) die erfolgreiche Tätigkeit als größte Sozietät am Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht fort, der von 1975 bis 1980 auch Rechtsanwalt Eckhard Zieren angehörte. Zum 01.07.2002 bewirkte der Wegfall der Singularzulassung eine berufliche Neuorientierung.

 

Unser Betätigungsfeld: gestern und heute
Singularzulassung bis zum 30.06.2002

Die Sozietät war von Anfang an eine „reine“ OLG-Kanzlei, die sich neben der Vertretung in verwaltungsrechtlichen Spezialgebieten fast ausschließlich mit Berufungsmandaten in Zivilsachen bei dem Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht befaßt hat. Das Ober- landesgericht hat 16 Zivilsenate und 5 Familiensenate. Sein Bezirk umfaßt das gesamte Land Schleswig-Holstein. Bis zum 30.06.2002 galt in Schleswig-Holstein die „Singularzulassung“: Am Oberlandesgericht durften deshalb in Zivilsachen bislang nur Anwälte auftreten, die ausschließlich hier zugelassen waren. Die Vorteile dieses bewährten Systems liegen auf der Hand:

  • Der systembedingte Anwaltswechsel zwischen erster und zweiter Instanz ermöglicht das „Vier-Augen-Prinzip“ und führt zu einer weiteren anwaltlichen Überprüfung und wirksamen Fehlerkorrektur.
     
  • Die langjährige, intime Kenntnis der Senate des hiesigen Oberlandesgerichtes, ihrer richterlichen Mitglieder und ihrer Rechtsprechung verbessert die Chance, im Berufungsverfahren zu obsiegen.
     
  • Der Rechtsuchende erhält ohne Mehrkosten Gelegenheit, seinen Fall durch einen hochqualifizierten Rechtsanwalt unverbraucht aufarbeiten zu lassen. Die Singular- zulassung begünstigt die anwaltliche Spezialisierung - parallel zu der Sachgebiets- verteilung bei den Fachsenaten des Oberlandesgerichts.
     

Freie Anwaltswahl vor allen Amts-, Land- und
Oberlandesgerichten seit dem 01.07.2002

Anders als noch im Jahre 1993 hat das Bundesverfassungsgericht am 13.12.2000 entschieden, dass die Singularzulassung ab dem 01.07.2002 entfällt. Nach seiner Auffassung müssen die unbestreitbaren Vorteile der Singularzulassung für jeden Rechtsuchenden gegenüber der Berufsfreiheit der Rechtsanwälte zurückstehen. Obwohl erfahrene Sachkenner wie Richter am Oberlandesgericht und Rechtsanwälte diese Meinung keineswegs teilen und vor allem Nachteile für alle Bürgerinnen und Bürger sehen, die die Vorzüge des bisherigen Systems nicht aus eigener Erfahrung kennen, haben wir uns den neuen Gegebenheiten angepasst:

Wir vertreten jeden Rechtsuchenden ohne Mehrkosten in Berufungssachen vor allen Oberlandesgerichten. Durch die Einschaltung eines erfahrenen Berufungsanwaltes, der die besonderen Verhältnisse am Oberlandesgericht, dessen Rechtsprechung und die Anforderungen an eine erfolgversprechende Vertretung in der Berufungsinstanz seit vielen Jahren kennt, ist eine qualifizierte Fortführung des Rechtsstreites möglich.

Außerdem vertreten wir umfangreich seit dem 01.07.2002 Mandanten vor allen Amts- und Landgerichten Deutschlands. Wir haben dabei unsere sorgfältige und gründliche Arbeitsweise als OLG-Anwälte auf die erstinstanzliche Tätigkeit übertragen und können nunmehr schon dort für unsere Mandanten eine optimale Interessenvertretung gewährleisten.

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    letzte Änderung  03.09.2004